Pelletlager
Pelletsilos lagern Holzpellets für Heizkessel in Ein- und Mehrfamilienhäusern, Gewerbe und Nahwärmenetzen. Bei Anlagen bis etwa 75 kW Kesselleistung wird das Lager üblicherweise auf den kompletten Jahresbedarf ausgelegt – so genügt eine Lieferung pro Jahr, die sich in die günstigeren…
Pelletsilo
Pelletsilos lagern Holzpellets für Heizkessel in Ein- und Mehrfamilienhäusern, Gewerbe und Nahwärmenetzen. Bei Anlagen bis etwa 75 kW Kesselleistung wird das Lager üblicherweise auf den kompletten Jahresbedarf ausgelegt – so genügt eine Lieferung pro Jahr, die sich in die günstigeren…
Pneumatische Befüllung
Bei der pneumatischen Befüllung wird das Schüttgut im Luftstrom vom Silofahrzeug in den Lagerbehälter gefördert. Die Transportluft muss anschließend wieder entweichen können – über den Absaugstutzen des Fahrzeugs und über die Filterfläche des Gewebesilos. Damit die Ware nicht beschädigt wird,…
Potentialausgleich
Beim pneumatischen Befüllen lädt sich Schüttgut elektrostatisch auf. Ohne definierte Ableitung können Spannungen entstehen, die Funken und damit Zündquellen erzeugen. Alle leitfähigen Bauteile – Befüllrohre, Kupplungen, Traggestell, Austragstechnik – sind deshalb in einen gemeinsamen Potentialausgleich einzubinden. Kunststoffleitungen ohne ableitfähige Struktur…
Prallschutzmatte
Die Prallschutzmatte ist eine flexible Matte, die gegenüber dem Einblasstutzen an der Wand oder im Silokörper befestigt wird. Der mit hoher Geschwindigkeit ankommende Materialstrahl trifft auf die nachgiebige Matte statt auf harte Wandflächen und wird abgebremst. Das reduziert Abrieb und…
Pulverbeschichtung
Bei der Pulverbeschichtung wird elektrostatisch aufgeladenes Kunststoffpulver auf das Stahlbauteil aufgetragen und im Ofen zu einer geschlossenen Schicht eingebrannt. Voraussetzung für die Haftung ist eine saubere Vorbehandlung, in der Regel durch Sandstrahlen. Das Ergebnis ist ein lösemittelfreier, schlag- und korrosionsfester…
Reinigung
In jedem Pellet- oder Schüttgutlager sammelt sich mit der Zeit Feinstaub am Boden und in toten Ecken. Praxisüblich ist eine vollständige Entleerung und Reinigung spätestens alle zwei Jahre beziehungsweise nach zwei bis drei Lieferungen, bei staubintensiven Gütern häufiger. Vor der…
Rieselfähigkeit
Rieselfähigkeit beschreibt, wie bereitwillig ein Schüttgut unter Schwerkraft in Bewegung gerät. Gut rieselfähige Güter wie trockene Holzpellets, Granulate oder Quarzsand fließen selbsttätig aus dem Trichter. Feine, feuchte oder fetthaltige Materialien – etwa Kalkhydrat, Milchpulver oder frisch gemahlenes Mehl – neigen…
Sacksilo
Der Silokörper – umgangssprachlich Silosack – ist das eigentliche Behältnis des Gewebesilos: die konfektionierte Gewebehülle mit Befüllanschluss, Auslauf, Aufhängepunkten und Inspektionsöffnung. Er ist das Verschleißteil des Systems und lässt sich unabhängig vom Traggestell austauschen, etwa bei Produktwechsel, nach Ende der…
Saugsonde
Saugsysteme fördern Holzpellets pneumatisch vom Lager zum Kessel oder vom Vorratssilo zum Verbraucher. Bei Flachbodenlagern kommen mehrere Saugsonden im Boden zum Einsatz, die über eine Umschalteinheit nacheinander abgezogen werden – so wird die Lagerfläche gleichmäßig geleert und tote Zonen werden…
Saugsystem
Saugsysteme fördern Holzpellets pneumatisch vom Lager zum Kessel oder vom Vorratssilo zum Verbraucher. Bei Flachbodenlagern kommen mehrere Saugsonden im Boden zum Einsatz, die über eine Umschalteinheit nacheinander abgezogen werden – so wird die Lagerfläche gleichmäßig geleert und tote Zonen werden…
Schachtbildung
Schachtbildung tritt auf, wenn sich bei Kernfluss in den Randbereichen tote Zonen bilden, die während des Abzugs unbewegt liegen bleiben. Ist das Material dort ausreichend kohäsiv oder verfestigt es sich mit der Zeit, bleiben die Wände des entleerten Kanals stehen…
Schießen
Schießen bezeichnet den unkontrollierten, flüssigkeitsähnlichen Austritt eines mit Luft durchsetzten Schüttguts. Es tritt vor allem bei feinen Pulvern auf, wenn diese nicht ausreichend entlüftet sind – etwa nach dem Einsturz einer Brücke, bei sehr kurzen Verweilzeiten oder nach dem Einsatz…
Schlotfluss
Beim Kernfluss bewegt sich nur ein zentraler Kanal über der Auslauföffnung, während das Material an den Wänden stehen bleibt. Ursachen sind zu flache Trichterneigungen, hohe Wandreibung oder ein einseitig abziehendes Austragsgerät. Die Folgen reichen von ungleichmäßigem Austrag und Entmischung über…
Schüttdichte
Die Schüttdichte ist das Verhältnis von Masse zu eingenommenem Volumen im lose geschütteten Zustand, angegeben in Kilogramm pro Kubikmeter. Sie liegt unter der Reindichte des Werkstoffs, weil die Hohlräume zwischen den Partikeln mitgerechnet werden. Holzpellets erreichen rund 650 kg/m³, trockener…
Schüttgut
Schüttgut bezeichnet ein pulvriges, körniges oder stückiges Gemenge, das in schüttfähiger Form vorliegt. Sein Verhalten wird durch Korngröße und Kornverteilung, Kornform, Schüttdichte, Oberflächenrauheit, Feuchtigkeit und Temperatur bestimmt. Grundsätzlich unterscheidet man kohäsionslose, frei fließende Schüttgüter von kohäsiven, zusammenhaltenden Materialien. Diese Unterscheidung…
Schüttgutkennwerte
Für den statischen Nachweis werden nicht die Katalogwerte des Schüttguts benötigt, sondern spezifische Kennwerte: die maximale Schüttgutwichte unter Last, der Böschungswinkel, der innere Reibungswinkel, das Horizontallastverhältnis sowie der Wandreibungswinkel gegenüber dem tatsächlichen Wandmaterial. Die Norm empfiehlt ausdrücklich, gemessene Werte gegenüber…
Schüttwinkel
Der Schüttwinkel ist der größte Neigungswinkel, den ein lose aufgeschütteter Kegel einnimmt, ohne dass Material abrutscht. Er wird nach genormten Verfahren wie DIN ISO 4324 bestimmt und dient als schneller Indikator der Fließfähigkeit: Werte zwischen 25 und 30 Grad stehen…
Silo
Ein Silo ist ein geschlossener Lagerbehälter für Schüttgüter wie Holzpellets, Getreide, Mehl, Futtermittel, Kunststoffgranulat oder Baustoffe. Befüllt wird grundsätzlich von oben, entnommen von unten – meist über einen Trichter, unterstützt durch Schwerkraft oder Fördertechnik. Der entscheidende Unterschied zu Tank oder…
Silofahrzeug
Silofahrzeuge transportieren Schüttgüter lose und blasen sie über Kompressor und Schlauchleitung direkt in den Lagerbehälter. Für die Planung entscheidend sind Zufahrtsbreite, Rangierfläche, Bodentragfähigkeit und die maximale Schlauchlänge von in der Regel etwa 30 Metern. Wird dieser Radius überschritten oder ist…
Silokörper
Der Silokörper – umgangssprachlich Silosack – ist das eigentliche Behältnis des Gewebesilos: die konfektionierte Gewebehülle mit Befüllanschluss, Auslauf, Aufhängepunkten und Inspektionsöffnung. Er ist das Verschleißteil des Systems und lässt sich unabhängig vom Traggestell austauschen, etwa bei Produktwechsel, nach Ende der…
Silos für Kaffeeröstereien
In Röstereien ersetzen Silos die Lagerung von Rohkaffee in Jute- oder Kunststoffsäcken. Das reduziert manuelles Handling, Verpackungsabfall und den Kontrollaufwand für die Rohwarenbereitstellung erheblich. Rohkaffee ist grobkörnig und gut rieselfähig, reagiert jedoch empfindlich auf Feuchte und Fremdgerüche – atmungsaktive, geruchsneutrale…
Stahlgestell
Das Stahlgestell ist die tragende Konstruktion, in die der Silokörper eingehängt wird. Gefertigt wird es üblicherweise aus Hohlprofilen, die zugeschnitten, mit Schweißbolzen versehen, verschweißt und anschließend pulverbeschichtet werden. Stahlgestelle lassen sich frei in Höhe und Grundriss anpassen, sind hoch belastbar…
Staubexplosion
Viele organische und metallische Stäube – darunter Holzstaub, Mehl, Zucker und Stärke – bilden zusammen mit Luft eine explosionsfähige Atmosphäre. Erforderlich sind brennbarer Staub in ausreichender Konzentration, Sauerstoff und eine Zündquelle. In Silos entstehen genau diese Bedingungen beim Befüllen und…
Storz-A-Kupplung
Die Storz-A-Kupplung ist das in Deutschland etablierte Schnellkupplungssystem für die Pellet- und Schüttgutbefüllung. Der Fahrer verbindet damit den Förderschlauch – meist rund 30 Meter lang – in Sekunden mit dem Befüllstutzen, ohne Werkzeug. Ein verschließbarer Blinddeckel schützt den Anschluss zwischen…