Fahrsilo
Ein Fahrsilo ist ein befahrbares, meist aus Betonwänden gebildetes Flachlager der Landwirtschaft, in dem Grünfutter zu Silage verdichtet und luftdicht abgedeckt vergoren wird. Es dient der Konservierung durch Gärung – nicht der dosierten Entnahme rieselfähiger Güter. Der Begriff wird in…
Feinanteil
Feinanteil entsteht, wenn Partikel bei Transport, Befüllung und Austrag aneinander und an Rohrwänden reiben. Bei Holzpellets ist der Feinanteil ein normiertes Qualitätsmerkmal – ein hoher Staubanteil führt zu Störungen in Förderschnecke und Kessel, erhöht die Emissionen und verschlechtert die Verbrennung.…
Feuchteschutz
Temperaturunterschiede zwischen Silowand und Lagergut führen zu Kondensation an der Innenseite. Feuchtigkeit ist bei nahezu allen Schüttgütern der Auslöser für Folgeprobleme: Pellets quellen und zerfallen, Getreide und Mehl verschimmeln, Zement und Kalkhydrat verklumpen, kohäsive Pulver verfestigen sich. Wirksam dagegen sind…
Flachbodensilo
Ein Flachbodensilo besitzt keinen steilen Auslauftrichter, sondern einen flachen oder nur leicht geneigten Boden. Das bringt maximales Nutzvolumen bei geringer Aufbauhöhe – ideal für niedrige Keller, Garagen oder Räume mit begrenzter Deckenhöhe. Die Entnahme erfolgt nicht allein über die Schwerkraft,…
Fließfähigkeit
Rieselfähigkeit beschreibt, wie bereitwillig ein Schüttgut unter Schwerkraft in Bewegung gerät. Gut rieselfähige Güter wie trockene Holzpellets, Granulate oder Quarzsand fließen selbsttätig aus dem Trichter. Feine, feuchte oder fetthaltige Materialien – etwa Kalkhydrat, Milchpulver oder frisch gemahlenes Mehl – neigen…
Fluidisieren
Schießen bezeichnet den unkontrollierten, flüssigkeitsähnlichen Austritt eines mit Luft durchsetzten Schüttguts. Es tritt vor allem bei feinen Pulvern auf, wenn diese nicht ausreichend entlüftet sind – etwa nach dem Einsturz einer Brücke, bei sehr kurzen Verweilzeiten oder nach dem Einsatz…
Förderschnecke
Förderschnecken transportieren Schüttgut über eine rotierende Wendel in einem Trog oder Rohr – auch dort, wo die Schwerkraft nicht ausreicht. Als Dosierschnecke ausgeführt, übernimmt dasselbe Prinzip die mengengenaue Zuteilung. Man unterscheidet volumetrische Dosierung über Drehzahl und Steigung von gravimetrischer Dosierung…
Füllstandsmessung
Zur Bestandsüberwachung im Silo stehen mehrere Verfahren zur Verfügung: Wägezellen in der Aufhängung erfassen die Masse direkt und sind unabhängig von der Schüttkegelform; Radar- und Ultraschallsensoren messen den Abstand zur Oberfläche; mechanische Drehflügelmelder oder kapazitive Sonden melden das Erreichen definierter…
Fundament
Silos leiten hohe, konzentrierte Lasten in den Untergrund ein. Vor der Aufstellung sind daher Tragfähigkeit von Boden oder Decke, Ebenheit der Aufstellfläche und die Verankerung der Fußpunkte zu prüfen. Bei Außensilos kommen Wind- und Schneelasten sowie die Abtragung von Horizontalkräften…
Futtermittelsilo
Futtermittelsilos bevorraten Kraftfutter, Getreide, Mineralstoffe und Zusatzstoffe in Zucht-, Mast- und Pferdebetrieben. Entscheidend sind hier Trockenheit, Schädlingssicherheit und eine sortenreine Lagerung mehrerer Komponenten. Flexible Gewebesilos lassen sich auch in bestehenden Ställen und Nebengebäuden unterbringen, sind bei Bedarf umsetzbar und ermöglichen…